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Häufig
gestellte Fragen
1.
Was ist Aviäre Influenza (AI)?
2. Worin besteht das Risiko für den Menschen?
3. Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden, wenn
man Geflügel / Federwild isst und zubereitet?
4. Was sollte ich tun, wenn ich tote Vögel finde?
5. Was ist zu tun, wenn mein Hund einen toten Vogel aufspürt?
6. Welche EU-Gesetzgebung gilt für die Kontrolle der Aviären
Influenza?
7. Was für Jagdeinschränkungen bestehen derzeit?
8. Ist es möglich AI bei Wildvögeln zu erkennen?
1. Was ist Aviäre Influenza (AI)?
AI ist eine ansteckende Viruskrankheit, die bei Geflügel und
anderen Vögeln auftritt und durch verschiedene Typen des Influenza
A Virus verursacht wird. Es ist an erster Stelle eine Vogelkrankheit,
auch wenn es wenige Fälle gab, bei denen der Virus der Aviären
Influenza von infizierten Vögeln auf andere Tiere oder auf
den Menschen übertragen wurde.
Es sind zwei Hauptformen mit niedriger und hoher Virulenz zu unterscheiden.
Die Form der niedrigpathogenen Aviären Infuenza (NPAI) zeigt
normalerweise keine Symptome an, während die Form der hochpathogene
Aviären Infuenza (HPAI) sich schnell innerhalb Geflügelscharen
ausbreitet und hohe Mortalität verursacht (90-100%).
2. Worin
besteht das Risiko für den Menschen?
Die Übertragung der AI auf den Menschen tritt nur bei sehr
seltenen Gelegenheiten auf und die grosse Mehrheit der AI Viren
verursacht keine Krankheit beim Menschen. Gelegentlich kann jedoch
ein hochpathogener Stamm der AI entstehen, der ernsthafte Folgen
für die Gesundheit des Menschen haben kann. Dies ist zurzeit
der Fall beim asiatischen Stamm von H5N1. Es ist wichtig anzumerken,
dass es bis heute keinen Beleg für eine Übertragung von
AI von Mensch zu Mensch gibt. Die von der Krankheit betroffenen
Menschen hatten fast alle sehr engen Kontakt mit infiziertem Geflügel.
3. Welche
Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden, wenn man Geflügel
/ Federwild isst und zubereitet?
In von der Krankheit nicht betroffenen Gebieten können Geflügel
und Wildvögel wie gewöhnlich zubereitet und verzehrt werden,
ohne Furcht mit dem H5N1 Virus infiziert zu werden.
In von Ausbrüchen betroffenen Gebieten können Geflügel
und Wildvögel ebenfalls sicher verzehrt werden, wenn die Objekte
richtig gekocht und wärend der Essenszubereitung richtig behandelt
werden. Der H5N1 Virus ist hitzeempfindlich. Temperaturen, die normalerweise
zum Kochen benutzt werden (70° in allen Bestandteilen des Essens)
töten den Virus ab. Verbraucher müssen sicherstellen,
dass alle Fleischstücke vollständig gekocht sind (keine
"rosa" Teile) und auch, dass Eier hart gekocht sind (kein
"flüssiges" Eigelb).
AI wird nicht durch gekochtes Essen übertragen. Bis heute gibt
es keinen Hinweis darauf, dass jemand nach dem Verzehr von ordnungsgemäß
gekochtem Geflügel, Geflügelprodukten oder Wildvögeln
infiziert worden ist, auch wenn diese Nahrungsmittel mit dem H5N1
Virus verseucht waren.
Es ist immer eine gute Praxis, Gummihandschuhe oder Einweghandschuhe
aus Latex bei der Säuberung und Zubereitung von Wildvogelfleisch
zu tragen, die Hände mit Wasser und Seife zu waschen und alle
Messer, Ausrüstung und Arbeitsoberflächen gründlich
zu reinigen.
4. Was sollte
ich tun, wenn ich tote Vögel finde?
Wenn Sie Folgendes finden:
" 1 oder mehrere tote Wildschwäne, -enten oder -gänse
" 3 oder mehrere tote Wildvögel von einer Art
" 5 oder mehrere verschiedene Arten an demselben Ort
sollten Sie die Vögel weder berühren noch bewegen und
die für Vogelgrippe verantwortliche staatliche Behörde
kontaktieren.
5. Was ist
zu tun, wenn mein Hund einen toten Vogel aufspürt?
Es gibt keine Hinweise darauf, dass ein Typ der AI von Vögeln auf Hunde
übertragen wurde. Das Risiko wird überaus gering eingeschätzt.
Fälle von Hundeinfluenza sind in den USA registriert worden,
jedoch wird in diesen Fällen angenommen, dass der Virus seinen
Ursprung bei der Pferdeinfluenza nahm.
6. Welche
EU-Gesetzgebung gilt für die Kontrolle der Aviären Influenza?
EU-Gesetzgebung in Bezug auf AI ist in der Richtline 92/40/EWG und
der neuen Richtlinie 2005/94/EEC, welche von den Mitgliedstaaten
bis zum 31. Juli 2007 umgesetzt werden muss, festgeschrieben. Diese
Gesetzgebung setzt die Vorschriften zu Überwachungs-, Kontroll-
und Ausrottungsmassnahmen fest, die bei einem HPAI Ausbruch ergriffen
werden müssen. Die neue Richtlinie sieht auch, unter bestimmten
Bedingungen und unter Auflage spezifischer Maßgaben, den Gebrauch
von Schutzimpfungen gegen AI vor. Die Richtlinie zur Aviären
Influenza gibt der Kommission auch den Handlungsspielraum, Sofortmaßnahmen
im Falle eines AI Ausbruchs zu ergreifen, da es innerhalb einer
Rahmengesetzgebung unmöglich ist, jedes mögliche Szenario
vorauszusehen. Solche Maßnahmen müssen mit den Mitgliedstaaten
innerhalb des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette
und Tiergesundheit (SCFCAH) abgestimmt sein, bevor sie von der Kommission
verabschiedet werden können.
7. Was für
Jagdeinschränkungen bestehen derzeit?
Zurzeit verbietet
die EU-Gesetzgebung die "Wildvogeljagd" innerhalb von
10 km bei einem aufgefundenen Fall von HPAI bei Wildvögeln.
Dasselbe Verbot gilt nicht für Ausbrüche bei Hausgeflügel.
8. Ist es
möglich AI bei Wildvögeln zu erkennen?
Ohne Laborbefund ist es schwierig AI in Wildvögeln nachzuweisen;
tatsächlich gibt es neue Beweise für asymptomatische Infektionen
bei Wildvögeln, bei denen infizierte Vögel in der Lage
waren sich normal zu bewegen und möglicherweise zu migrieren.
Es kann ebenso der Fall auftreten, dass, im Falle schnell eintretender
Sterblichkeit, die Symptome nicht aüßerlich sichtbar
werden. Bei existierenden Symptomen können diese folgendes
beinhalten: Atemwegserkrankung, Diarrhoe (Durchfall, möglicherweise
weißlich und/oder blutig), unkoordinierte Bewegungen, etc.
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